Falls Sie die Ostküste der Baja-Halbinsel noch nicht besucht haben, verpassen Sie abgelegene Strände, Bergketten und ruhige Wasser. Etwa 195 km östlich von Ensenada gelegen, bietet San Felipe schönste Natur und ein malerisches Fischerdorf.
Dieses Dorf ist für seine Naturschönheiten bekannt: wolkenloser blauer Himmel, weiße Sandstrände und warmes Meereswasser.
San Felipe ist eine freundliche Gemeinde mit ca. 15 000 Einwohnern. Das Dorf hat sich mit der Zeit zu einem vielbesuchten Seebad entwickelt. Seit ein paar Jahren ist es ein beliebtes Urlaubsziel für amerikanische Universitätsstudenten während der Frühjahrsferien (Spring Break).
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EINE KLEINE REISEINFORMATION VON BAJA-WEB TRAVEL
“WENN SIE NACH MEXIKO GEHEN, DANN SCHLIEßEN SIE EINE GUTE LEBENSVERSICHERUNG AB, MACHEN IHR TESTAMENT UND SORGEN FÜR IHRE HINTERBLIEBENEN !”
Das ist das erste, was Ihnen ein “Experte”, der schon einmal zu Hause einen Taco gegessen hat, erzählen wird. Auch gibt es sicherlich wohlmeinende Nachbarn und Freunde, die Sie unbedingt von der Gefährlichkeit einer Mexiko Reise überzeugen wollen. Diese kennen da aus ganz sicherer Quelle haarsträubende Dinge die sich dort ereignen. Wenn Sie aber einmal nachhaken, dann ist es ein guter Freund, der einen Arbeitskollegen hat, dessen Frau hat wiederum eine Freundin und diese hat von einem Bekannten gehört daß ........................
VERGESSEN SIE ERST EINMAL ALL DIESEN UNSINN ! ! !
Wenn Sie nun die Baja California besuchen wollen, erleben Sie ein kleines
Paradies. Zunächst sollten Sie wissen, daß Ihr Heimatland glücklich wäre, so
eine geringe Kriminalitätsrate zu haben. Sicher, es gibt überall auf der Welt
gute und schlechte Menschen, aber hier überwiegen die guten bei weitem.
So lange die Tageszeitung ihre Polizeibericht Seite mit Fender - Bender oder
einem gestohlenen Huhn füllen muß, dann ist die Welt noch in Ordnung.
Die Besucher der Baja sind überrascht von der ausgesprochenen Herzlichkeit mit
der Ihnen der Mexikaner begegnet. Sie können als Frau durchaus alleine Nachts
durch die Straßen laufen, Sie werden weder angepöbelt noch passiert Ihnen etwas.
Es hat nichts mit Macho zu tun, wenn z. B. der Mann als erster das Restaurant
betritt. Es ist eben eine Überlieferung aus der Epoche, wo der Begleiter zunächst
feststellen mußte, ob der Ort den Ansprüchen seiner Dame genügt und auch sicher
für sie ist.
In den Touristen Restaurants ist man natürlich schon gewohnt, daß sich die Weiblichkeiten
recht “männlich” benehmen, aber abseits dieser Gegenden sollten Sie doch besser
Ihren Begleiter vorgehen lassen. Apropos Restaurant :
Trinkgelder in den Touristen Zonen bewegen sich zwischen 10 % und 15 %. Besuchen
Sie ein Restaurant in dem die Einheimischen verkehren, dann runden Sie die Rechnung
mit etwa 5 % bis maximal 10% auf. Nicht mehr ! ! !
Auch beim Einkaufen erhält der Junge der die Lebensmittel zu Ihrem Wagen bringt
ein maximales Trinkgeld von umgerechnet 20 cents. Das ist wirklich alles ! !
!
Verfallen Sie nicht in die übliche nordamerikanische Art zu sagen, daß es doch
nur ein paar wertlose Münzen sind und der arme Junge doch so nett und freundlich
ist. Sie verderben damit nur die Kinder die dann kein Verhältnis mehr zum Geld
haben. Viele von denen bringen meist in den wenigen Stunden die sie nach der
Schule ‘arbeiten’ mehr nach hause, als der Vater manchmal in einer Woche verdient.
Das gibt dann immer Spannungen in der Familie. Außerdem haben sie später Schwierigkeiten
wenn sie zu alt sind um den “Boy” zu machen.
Der Mexikaner ist absolut nicht neidisch und freut sich aufrichtig mit Ihnen,
wenn sie etwas schönes besitzen. Er hat nicht den Drang es Ihnen gleichzutun
oder auch etwas ähnliches haben zu wollen. Er ist selbstlos und hat Freude wenn
Sie sich freuen. Was er aber absolut nicht ausstehen kann ist das Protzen mit
den Dingen oder dem Geld das Sie haben und er nicht.
Leider wollen viele Besucher, die direkte Grenznachbarn sind, den Mexikanern
Ihren Lebensstil und ihre “Kultur” aufdrängen. Distanzieren Sie sich davon und
wenn Sie ein Nicht - Amerikaner sind, dann geben Sie es ganz klar zu erkennen.
So viel erst einmal dazu. Nun zu einem weiteren wichtigen Punkt, das Geld.
WECHSELN SIE KEINE PESOS AUSSERHALB MEXIKOS ! ! !
Nicht nur daß Sie einen denkbar schlechten Wechselkurs erhalten, sie brauchen
selbst bei Ihrer Ankunft keine Landeswährung. Nehmen Sie US Dollar mit und wechseln
Sie immer dann wenn Sie etwas brauchen. Den besten Kurs erhalten Sie gewöhnlich
in den Geschäften und NICHT bei der Bank. In einigen Läden brauchen Sie noch
nicht einmal einzukaufen wenn Sie umtauschen wollen.
Richten Sie ein Debit Konto bei Ihrer Bank zu hause ein und nehmen sie Ihre
Karte und die PIN Nummer mit. Damit können Sie täglich aus einer den vielen
Geldautomaten bis zu 300 Dollar erheben. Sie haben dabei einen Wechselkurs,
der bedeutend günstiger ist als der Devisen Kurs.
NEHMEN SIE KEINE TRAVELLER SCHECKS MIT!
Sie werden nur unter großen Schwierigkeiten und zu einem schlechten Kurs angenommen.
Das ist verständlich wenn man weiß, daß viele Nordamerikanische Urlauber erst
mit diesen Schecks bezahlen um sie dann zu hause als gestohlen zu melden. Die
Banken und Geschäfte haben dadurch erhebliche Probleme im Nachweis, daß sie
die T-Schecks legal angenommen hatten. Das kann manchmal bis zu einem Jahr dauern,
bevor das Geld bei den Geschäftsleuten eintrifft. Außerdem ist der Reisescheck
im heutigen Zeitalter schon längst überholt.
Also : Plastik und PIN Nummer
!
Wenn Sie nun einen Aufenthalt bei Ihren Flug haben und glauben in einem Duty
Free Shop einkaufen zu müssen, dann überlegen sie es sich noch einmal.
Hier nur einige Dinge die Sie besser in Mexiko kaufen: Zigaretten, je nach Marke
etwa 2,50 bis 9 Dollar für die ganze Stange. Rum, Brandy, Wodka, Tequila etwa
2 bis 10 Dollar pro Liter (Quart). Kosmetik und Parfum in allen auf der Welt
existierenden Marken zwischen 50% und 70 % billiger als in Kanada, USA oder
Europa. Schuhe, Schuhe, Schuhe, es gibt unzählige Schuhgeschäfte mit erstklassigen
Schuhen von 2 Dollar bis 50 Dollar. Z.B. Florsheim, Model 216, in den USA für
360 Dollar, hier für 40 Dollar zu haben.
Die Kleidung ist entsprechend der Mode in Europa, aber wesentlich preiswerter.
Stoffe gibt es hier zu Preisen von denen Sie nur träumen können. Brauchen Sie
neue Gardinen, so rechnen Sie etwa mit 2 bis 3 Dollar für den laufenden Meter.
Es lohnt sich also welche von Mexico mitzubringen.
Nun noch ein Wort zur Ernährung :
Zunächst einmal zum Wasser. Da kursieren die schaurigsten Märchen. Im Gegensatz
zum Festland, wo es tatsächlich in manchen Gegenden mangelt, gibt es auf der
gesamten Baja kein Trinkwasser, daß nicht absolut rein ist. Außerdem fahren
ständig Fahrzeuge mit 5 Gallonen Flaschen die purifiziertes Wasser enthalten,
für die ganz Ängstlichen herum. Wenn Sie absolut sicher gehen wollen, so nehmen
Sie dieses Wasser, kochen es zwei mal ab, geben eine sterilisations Tablette
hinzu, kochen es nochmals, geben Sie 6 tropfen Chlor hinein, kochen es nochmals
ab, dann gießen Sie es fort und trinken Bier. ( just kidding ! )
Übrigens, das Bier ist vorzüglich und kommt dem Deutschen
Gebräu sehr nahe.
Zum Obst und Gemüse muß erwähnt werden, daß fast alles organisch angebaut wird.
Chemie ist zu teuer und wird fast nicht benutzt. Deshalb schmeckt selbstverständlich
alles ganz anders. Auch zum Fleisch sei zu sagen, daß es auf der Baja die besten
und ohne Hormone versetzten Rinder und Hühner gibt und das Rindfleisch einfach
köstlich ist. Eine wirkliche Gaumenfreude ist z.B. ein T-Bone vom mesquite Grill.
Also Nochmals : Keine Chemie, keine Hormone, keine Milch von Kühen mit gespritzten
Eutern. Wenn die Milch z.B. über das Ablaufdatum hinaus geht, dann wird sie
nicht bitter wie das in den USA und Kanada der Fall ist, sondern wie in der
guten alten Zeit setzt sie sich ab und wird zu saurer Dickmilch.
Selbst die Eier kommen überwiegend von frei laufenden Hühnern und schmecken
auch dementsprechend.
Nur wenn Sie etwas für Ihre schlanke Linie tun wollen, dann sind Sie am falschen
Platz. Es gibt so viele erstklassige Restaurants mit einer Küche die schwerste
Attacken auf Ihre Gürtellinie unternimmt. Auch hier kursieren wiederum die tollsten
Phantasien. Angeblich wäre das Essen furchtbar scharf und für nicht Mexikaner
fast ungenießbar. UNSINN ! ! Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Speisen normal
gewürzt. Scharf macht man es sich erst selbst je nach Geschmack. Auch die Straßenstände
haben erstklassiges Essen und sind absolut hygienisch einwandfrei. Bevor der
erste Taco verkauft wird, kommt erst einmal eine Inspektion, eine Probe der
Lebensmittel wird entnommen und eingefroren. Der Standbesitzer muß den Beutel
unterschreiben und wenn irgendwelche Reklamationen kommen sollten, dann kann
man auf diese Proben zurückgreifen. Auch darf derjenige der die Speisen anfaßt
unter keinen Umständen das Geld berühren. Tut er es, wird er sofort seine Lizenz
los. Sie können sich also unbesorgt an street food wagen.
Nun kann es natürlich dem gesündesten Menschen passieren, daß er ärztliche Hilfe
braucht. Hier gibt es eine erstklassige medizinische Versorgung zum Spottpreis.
Für den Fall, daß Sie selbst diese geringen Kosten nicht aufbringen können,
haben Sie alles frei ! ! Nur wenn Sie in Mexiko wohnen müssen Sie für Ihre Krankenversicherung
im Jahr für 2 Personen mit 220 Dollar rechnen.
Bevor Sie Ihren Mund bei Ihrem Zahnarzt zu Hause aufmachen sollte sie wissen,
daß die wirklich erstklassigen Dentisten für einen wesentlich geringeren Kostenaufwand
arbeiten als Sie es in Ihrem Land gewohnt sind. Auch die Instrumentation entspricht
dem neuesten Stand der Zahnheilkunde. Es gibt sogar schon einen Zahnarzt in
La Paz, der mit Laser arbeitet und völlig schmerzlos Bohrt. Lassen Sie sich
also unbesorgt den Bohrer hier ansetzen. Ihr Portemonnaie wird es sicherlich
wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Das soll natürlich nicht heißen, daß Sie nun unbedingt den Zahnarzt aufsuchen
sollen oder gar Krank werden und wohlmöglich bei diesen niedrigen Preisen das
Zigarettenrauchen anfangen. Außerdem gibt es auch erstklassige mexikanische
Zigarren.
Genießen sie auch mal eine echte Havanna, gönnen Sie sich ein Gläschen von dem
vorzüglichen Baja Wein, lassen Sie die Sonne Ihre Haut etwas rösten und erleben
Sie einen unvergeßlichen Urlaub. Die Baja ist wirklich noch ein letztes Stück
Paradies und wert entdeckt zu werden.